Erste gemeinsame Jahrestagung 2000
Sparkonzepte, wie sie gegenwärtig vor allem in Bayern entwickelt und sicher alsbald von anderen Bundesländern übernommen werden (vgl. H. Leskien u.a. ZfBB 46(1999), S.297-309), und die Gefahr laufen, auch von kirchlichen Unterhaltsträgern übernommen zu werden, zwingen die kirchlichen Bibliotheken dazu, nach innen und außen mehr Profil zu entwickeln und ihre Eigenart im Vergleich zu staatlichen Bibliotheken näher zu bestimmen. Während uns im Dreischritt unserer beruflichen Identität "Professionalität - Kirchlichkeit - Konfession" mit staatlichen Bibliothekaren vor allem die berufliche Professionalität verbindet, haben wir mit den protestantischen Kollegen zusätzlich die kirchliche An- und Einbindung gemeinsam, die unsere Arbeit prägt. Gerade die kleineren und mittleren Bibliotheken in kirchlicher Trägerschaft werden in den nächsten Jahren verstärkt auf Zusammenarbeit angewiesen sein und auf eine Solidarität, wie wir sie zunächst zwischen den kirchlichen BibliothekarInnen der evangelischen und der katholischen Kirche erwarten können. Die Mitgliederversammlung der AKThB hat sich deshalb in Frankfurt/Main dafür ausgesprochen, die Jahrestagung 2000 in Frauenwörth gemeinsam mit dem VkwB zu veranstalten.
Die bislang geplante Tagungsstruktur wird darauf insofern Rücksicht nehmen, als mit einem Podium einleitend die besondere "Kirchlichkeit" unserer kirchlichen Einrichtungen diskutiert werden soll. Die Fortbildungsveranstaltungen werden sich voraussichtlich mit dem Internet, mit Einbandkunde, mit Fragen der Konservierung und Restaurierung und Managementproblemen befassen und sind so konzipiert, daß übersichtliche Gruppen und workshop-Charakter einerseits das wechselseitige Kennenlernen begünstigen, andererseits in unmittelbaren Rückfragen die praktischen Tagesprobleme der einzelnen Bibliothek einbeziehen.
Die Veranstaltungen zur Konservierungs- und Restaurierungsproblematik beispielsweise hat sich Herr Dag-Ernst Petersen (Restaurierungswerkstätten der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel) zu halten bereiterklärt und bittet Fragen und womöglich auch Beispielstücke des eigenen Bestandes mitzubringen.
Die herzliche Bitte geht also an alle, die Tagungsidee und das Tagungsangebot durch rege Teilnahme zu bestätigen.
Jahrestagung 2000: Dichtes Fortbildungsprogramm vom 4. bis 6. Juli in der Abtei Frauenwörth
Zur Vorbereitung der Jahrestagung hat sich eine Arbeitsgruppe, bestehend aus dem Beirat der AKThB, dem Verbandsleiter des VkwB Armin Stephan (Neuendettelsau) und dem durch seine Teilnahme an der Frankfurter Jahrestagung bekannten Mitglied der Verbandsleitung der Arbeitsgemeinschaft der Archive und Bibliotheken in der evangelische Kirche Ralf Kretschmer (Erfurt) mit Sr. Hanna Fahle OSB (Abtei Frauenwörth) am 26. Oktober in München getroffen.
Neuwahlen zur Jahrestagung 1999 in Frankfurt/Main
Als Vorsitzender wurde Jochen Bepler/ Hildesheim, als Stellvertreter Br. Ulrich Schrömges OSB/Schweikelberg, als Schatzmeister Hermann-Josef Schmalor/ Paderborn, und als Schriftführer Joachim Neumann/ Würzburg, wiedergewählt.
Ebenso wurden die Beiratsmitglieder P. Dominikus Göcking/ Osnabrück, Mag. Johannes Lackinger/ Linz, Dr. Ingeborg Feige/ Freiburg i. Brsg., und Hermann-Josef Schmalor als BETH-Delegierter, im Amt bestätigt.
P.Prof.Dr.Paul Eisenkopf/ Vallendar mochte nicht erneut als Delegierter kandidieren. Ihm wurde mit dem Beifall der Versammlung für sein bisheriges Engagement im Conseil herzlich gedankt. Dr. Kaliner schied, ebenfalls mit dem herzlich Dank der Mitglieder, als nunmehriger Pensionär aus dem Beirat aus, war aber bereit, als zweiter Delegierter für BETH zu kandidieren und wurde in dieses Amt gewählt.
Nachwahlen in Frauenchiemsee 2000
Dr. Bernhard Schmitt/ Trier mußte aufgrund anderweitiger dringender Dienstgeschäfte inzwischen auf seinen Sitz im Beirat verzichten. Für eine Nachwahl werden Kandidatenvorschläge erbeten.
Aus Mitgliedsbibliotheken
Namensänderung in Mainz: Martinus-Bibliothek
Der Name der bisherigen Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Mainz, Augustinerstr. 34, 55116 Mainz lautet ab dem 1. Januar 2000: Martinus-Bibliothek. Wissenschaftliche Diözesanbibliothek im Priesterseminar.
Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Mainz
Der bisherige wissenschaftliche Direktor der Mainzer Priesterseminarbibliothek, Dr. Helmut Hinkel, hat am 1. Februar 1999 auch die Amtsleitung in der Nachfolge von Herrn Pyka übernommen.
Dublettenangebot der Erzabtei Ottilien im Internet
P. Tobias Merkt OSB nutzt die Homepage seiner Bibliothek der Erzabtei St. Ottilien, um sein aktuelles Dublettenangebot zugänglich, aktuell und sofort bestellfähig zu halten. Adresse: http://home.t-online.de/home/bibliothek.ottilien
Buchgeschenk der Bibliothek in Sankt Georgen
Aus der Bibliothek der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in 60599 Frankfurt/Main, Offenbacher Landstr. 224, kann Herr Dr. Miczka als Geschenk abgeben: Das Synaxarium. Das Koptische Heiligenbuch. Hg. vom Koptisch-Orthodoxen Patriarchat St.Antonius-Kloster, Waldsolms-Kröffelbach, 1994 und • Die Sakramente. Gebet zur Spendung der Heiligen Sakramente in der Koptisch-Orthodoxen Kirche. Ebda 1994.
Sonstige Mitteilungen
BETH : Bibliothèques Européennes de Théologie
Bei der weiteren Bearbeitung des Projekts ETHERELI (Erstellung eines multilingualen Thesaurus für Theologie) bahnt sich eine mögliche Zusammenarbeit zwischen BETH mit dem theologischen Sachverstand und den europäischen Nationalbibliotheken mit dem technischen Hintergrund im Projekt MACS, das einen ähnlichen Thesaurus für alle Fachgebiete anstrebt, an.
Innerhalb von BETH wird gegenwärtig eine Tendenz zur Öffnung sowohl für staatliche Bibliotheken als auch für Einzelmitglieder diskutiert.
Die Generalversammlung von BETH wird 2001 auf Einladung von Herrn Dr. Kaliner in Erfurt stattfinden.
Projekt Präsenz
Nahezu alle Beiträge sind inzwischen bei den Herausgebern eingetroffen, die Redaktionsarbeit hat begonnen. Zuschüsse von jeweils DM 20.000 sind sowohl beim VDD als auch bei der EKD beantragt und wir hoffen, eine Eigenbeteiligung so gering wie möglich halten zu können.
KiVK 2000
Mit der nächsten Ausgabe des KiVK kann voraussichtlich im Frühjahr 2000 gerechnet werden.
SWD
Im Dezember trafen bei der Deutschen Bibliothek in Frankfurt/Main Herr Gahn (Benediktbeuern), Herr Stephan (Neuendettelsau) und Herr Dr.Stüben (Hamburg) zur SWD-Schulung zusammen. Ab sofort sind die kirchlichen Bibliotheken über die genannten Bibliothekare direkt an den Ansetzungen der SWD beteiligt. Dieses Arbeitsinstrument ist im OPAC der Deutschen Bibliothek integriert und über die Internet-Adresse http://z3950gw.dbf.ddb.de nutzbar.
Heiliges Jahr 2000: Aktionstage in Rom
Der Hamburger Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke hat als Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das Heilige Jahr 2000 im Rahmen eines Rundschreibens auch die AKThB auf die Aktionstage in Rom aufmerksam gemacht. Für die wissenschaftlichen Bibliothekare gilt der 25.Mai 2000 mit der Heilig-Jahr-Feier der Wissenschaftler.
Dublettensuche zum Kanonischen Recht
An der Rechtswissenschaftlichen Fakultät Leipzig, dem Lehrstuhl von Prof. Dolezalek, soll eine Institutsbibliothek für Kirchenrecht eingerichtet werden. Die Verantwortlichen suchen daher kanonistische Literatur, evtl. Dubletten, bevorzugt aus der Zeit nach 1945 zu erwerben. Kontaktperson ist Herr Bregger, Tel.: 0341-9735302 oder 9735300.
Virtueller Katalog Kunstgeschichte
Seit September 1999 ist der VKK im Internet unter der Adresse http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/vk_kunst.html zugänglich. Die Suchmaschine erschließt die maschinenlesbaren Daten von bislang vier der bedeutendsten Kunstbibliotheken in Florenz/München, Rom, Dresden und Heidelberg.
BGH-Urteil zum Kopienversand
In der Klage des Börsenvereins gegen die TIB Hannover bzw. den Träger, das Land Niedersachsen, hat der BGH mit Urteil vom 25.2.1999 entschieden, daß eine öffentlich zugängliche Bibliothek zum Post- oder Faxversand von Aufsätzen für den privaten, wissenschaftlichen Gebrauch berechtigt ist. Der Anspruch des Urhebers auf angemessene Vergütung kann nur durch eine Verwertungsgesellschaft (z.B. VG Wort) geltend gemacht werden. Die TIB erhebt für den Postversand von bis zu 20 Kopien DM 18.-. Für den Eilversand DM 36.-, bei Fax zuzügl. DM 5.-.