HT: Historisch-politische Blätter für das katholische Deutschland (Bd. 30 - 44:) G. Phillips' und G. Görres' Historisch-pol. Bl. ...
H: Herausgegeben von G[eorge] Phillips und G[uido] Görres. - Bd. 25 - 29: hrsg. v. Guido Görres. - Bd. 30 - 40: redigirt von Jos[eph] Edmund Jörg. - Bd. 41 - 73: redigirt von Edmund Jörg und Franz Binder. - Bd. 74 - 127: hrsg. v. Edmund Jörg und Franz Binder. - Bd. 128 - 130: hrsg. v. Franz Binder
Bd. 131 - 153: hrsg. v. Franz Binder und Georg Jochner. - Bd. 154 - 161: hrsg. v. Georg Jochner. - Bd. 162 - 171: hrsg. v. Georg v. Jochner. - Zusatz auf dem Titelbl. Bd. 45 - 130: (Eigenthum der Familie Görres). - Bd. 131 - 150: (Eigentum der Familie Görres). - Bd. 151 - 171: (Gegründet von Joseph und Guido Görres).
V: München, (Bd. 1 - 143:) Literarisch-artistische Anstalt in Commission. - (Bd. 144 - 171:) Th. Riedel in Kommission.
F: 21 cm
E: Halbmonatlich, 2 Bände pro Jahr (ab Bd. 3 jeweils Vortitel: des Jahrgangs ... 1. [2.] Bd.). - Bd. 1-2,1838 - Bd. 169-170,1922. Bd. 171,1923, dazu: Jochner-Gedenkheft 1923 (20 S.)
R: Inh.verz. in jedem Band. - Register zu den Histor.-pol. Blättern. Bd I - XXXIV. München 1859. - Zweites Register zu den Histor.-pol. Blättern. Bd. XXXV - L von Pius Bonif. Gams OSB. München 1864. - Drittes Register zu den Histor.-pol. Blättern. Bd. LI - LXXXI <1863 - 78> von Pius Bonif. Gams OSB. München 1879. - Viertes Register zu den Histor.-pol. Blättern. Bd. 82 - 111 <1878 - 93> von Franz Binder. 1894. - Fünftes Register zu den Histor.-pol. Blättern. Bd. CXII - CXXX <1893 - 1902> von Franz Binder. 1903. - Redaktionelle Mitteilungen und Nachrufe über die Herausgeber:
Guido Görres: 30,129-147. - Phillips: 21,740-744. 23,144. 25,472. 30,211-2. - Jörg: 30,211-212. 128,464. 773-792. - Binder: 42,960. 141,I-XVI. 154,393-396. - Jochner: Gedenkheft nach Bd. 171.
L: Dieter Albrecht und Bernhard Weber, Die Mitarbeiter der historisch-politischen Blätter für das kath. Deutschland 1838 - 1923. Mainz 1990 (Veröff. Komm. f. Zeitg. B 52).Dort weitere Literatur, die hier nur in Auswahl erscheint.- Fritz Wöhler, Jos. Edm. Jörg und die sozialpolitische Richtung im deutschen Katholizismus. Diss. phil. Leipzig 1929. - Maria Poll, Jos. Edm. Jörg. In: Katholisch-konservatives Erbgut, hrsg. v. Emil Ritter. Freiburg 1934, 227-268. - Dies., Edmund Jörgs Kampf für eine christliche und großdeutsche Volks- und Staatsordnung. Paderborn 1936. - Josef Brunner, Die Literaturkritik in den Hist.-pol. Blättern 1838 - 1923. Ein Beitr. zur Geschichte des Verhältnisses der deutschen Katholiken zur nationalen Kultur. Diss. phil. Freiburg Schw. Ohlau [1934]. - Josef Görres, Aufsätze in den Hist.-pol. Blättern, T. 1 - 2. Hrsg. v. Götz Freiherr v. Pölnitz. Köln 1936-39 (=J. Görres, Gesammelte Schriften 16,1 - 2). - Heinz Gollwitzer, Jos. Edm. Jörg: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 15,1949, 125-148. - Franz-Josef Stegmann: Von der Ständischen Sozialreform zur Staatlichen Sozialpolitik. Der Beitrag der Historisch-Politischen Blätter zur Lösung der sozialen Frage. München 1965. (=Politische Strudien, Beih. 4.) - Karl-Hermann Lucas, Jos. Edm. Jörg. Konservative Publizistik zwischen Revolution und Reichsgründung 1852 - 1871. Diss. phil. Köln 1969. -
Deutsches Literaturlexikon 6(1978), S. 461f. (Görres), 8(1981), S. 593 (Jörg). - Joseph Edmund Jörg, Briefwechsel. Bearb. v. Dieter Albrecht. Mainz 1988 (Veröff. Komm. f. Zeitg. A 41). - Weitere Literatur zu Jörg s. LThK¨, Bd. 5, Sp. 1121f.
Ch: Würdigung: Bedeutendstes Organ der gebildeten Katholiken des 19. Jahrh. Gründer ist Joseph v. Görres. Das "Politische" des Titels ist die Freiheit der Kirche von staatlicher Bevormundung. Das "Historische" ist nicht fachwissenschaftlich zu verstehen, sondern als Hintergrund des Verständnisses. Später auch rein historische Artikel. Starkes sozialpolitisches Engagement. Aufsätze in den ersten Jahrzehnten stets ungezeichnet (entschlüsselt durch Albrecht u. Weber, s. oben bei Literatur). Erlosch nach dem Willen des letzten Herausgebers, der eine Enkelin Görres' zur Frau hatte, mit seinem Tod. Mit großer Konsequenz wurde die redaktionelle Linie fast ein Jahrhundert eingehalten. Ebenso blieb auch der nüchterne gelbe Umschlag der Hefte gleich, daher allgemein "gelbe Hefte" genannt. (Die unautorisierte Fortsetzung übernahm diese Bezeichnung).
(Dr. Benker)