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Neue Mitgliedsbibliotheken 2002

Auf der Jahrestagung 2002 in Wiesbaden-Naurod wurden drei Bibliotheken als neue Mitglieder in die AKThB aufgenommen.

Bibliothekarin: Sr. Maria Leo Susenburger OSB. - Klosterbibliothek; Träger: Mutterhaus der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing

Den ersten Buchbestand gibt es mit der Gründung der Missions-Benediktinerinnen im Jahre 1885. Die Bibliothek besteht seit der Übersiedlung von St. Ottilien in das neuerbaute Mutterhaus in Tutzing am Starnberger See 1904. Sie umfasst ca. 20.000 Bände mit dem Schwerpunkt auf theologischer und spiritueller Literatur, darunter einen kleinen Altbestand aus dem 18. und 19. Jahrhundert, dazu kommen 28 laufende Zeitschriften.

Die Bücher sind in hauseigener Systematik mittels eines alphabetischen Verfasser- und Schlagwort-Kataloges in Zettelform erfasst und in drei neugestalteten Bibliotheksräumen in Freihandaufstellung zugänglich. Eine Umstellung auf EDV ist geplant. Die Benutzung ist intern, auf Anfrage können Bücher nach auswärts entliehen werden

Bibliothekarin: Sr. M. Irmengardis Gebhart OSFr. - Klosterbibliothek; Träger: Kongregation der Franziskanerinnen von Sießen e.V.

Ein kleiner Teil der Bibliothek stammt noch aus der Zeit der Dominikanerinnen, die in Sießen von 1254 bis zur Säkularisation wirkten. Das Kloster wurde im Jahre 1860 von Dillinger Franziskanerinnen, die zunächst sechs Jahre in Oggelsbeuren lebten, neu besiedelt mit dem Auftrag zur Erziehung und Bildung der weiblichen Jugend.

Die heutige Bibliothek entstand vorwiegend durch Schenkungen, durch Bücher der Schwestern, durch Bände aufgelöster Filialen und nicht zuletzt durch die Schließung des Aufbaugymnasiums und des Internats im Mutterhaus (dort existiert für das Pflege- und Altenheim der Schwestern weiterhin noch je eine eigene Bibliothek mit einigen hundert Büchern).

Sie umfasst etwa 30.000 Bände, der Schwerpunkt liegt auf theologischer und spiritueller Literatur, ferner sind nennenswerte Bestände in verschiedenen Unterrichtsfächern und zum Bereich Pädagogik/Psychologie vorhanden, dazu 28 laufende Zeitschriften.

Bis jetzt wurde die Zentralbibliothek, erschlossen durch einen alphabetischen, einen systematischen und einen Schlagwortkatalog in Zettelform, als Magazinbibliothek geführt. Sie wird gegenwärtig jedoch auf eine Freihandbibliothek umgestellt mit neuen Regalen. Die Altbestände werden separat aufbewahrt und in der bisherigen Systematik belassen, während die neuere und aktuelle Literatur nach einer neuen Systematik per EDV erfasst wird.

Gegenwärtig wird die Bibliothek ausschließlich klosterintern benutzt, sie soll jedoch in Zukunft möglicherweise auch für Gäste und sonstige Interessierte offenstehen

  • Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum - Biblioteca (AKThB-Sigel: 190)

Bibliothekar: Br. Markus Pillat SJ. - Priesterseminarbibliothek; Träger: Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum

Das Collegium Germanicum et Hungaricum wurde 1552 gegründet, 1580 durch Papst Gregor XIII. bestätigt und 1818 wiederbegründet. Es beherbergt Priesteramtskandidaten aus Deutschland, Österreich, Slowenien, Ungarn, Kroatien und weiteren Ländern, entsprechend international sind die Bestände.

Die Bibliothek umfasst etwa 90.000 Bände und 80 laufende Zeitschriften (430 insgesamt), ca. 500 Bände stammen aus dem 16.-17. Jahrhundert. Der Schwerpunkt liegt auf Büchern für das Studium, Lexika und Nachschlagewerke sowie belletristischer Literatur in verschiedenen Sprachen. Als abgeschlossene Sondersammlung ist die "Bibliotheca Landgrafiana" des Dogmengeschichtlers und Bamberger Weihbischofs Artur Michael Landgraf (1895-1958) zu nennen.

Die Bücher sind nach einer Sachsystematik teilweise in Freihand aufgestellt, die Erschließung geschieht mittels eines Alphabetischen und Schlagwort-Kataloges in Zettelform (Umstellung auf EDV geplant). Die Bibliothek dient in erster Linie den Seminaristen, externe können auf Anfrage zur Benutzung zugelassen werden.

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