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Geschichte

Die Gründungsphase

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Im zweiten Weltkrieg waren viele Gebäude und somit auch große Teile der Bestände der kirchlichen Bibliotheken zerstört worden. Wissenschaftliches Arbeiten war unter solchen Bedingungen nur schwer möglich. So wurde aus der Not der Nachkriegsjahre der Gedanke geboren, „eine freie Gemeinschaft der Bibliotheken von nichtstaatlichen Hochschulen, Priesterseminaren, Abteien, Stiften und größeren Ordensstudien zur gemeinsamen Vertretung ihrer Interessen und zur Erleichterung und Förderung der wissenschaftlichen Arbeit“ zu gründen.

Die konstituierende Sitzung fand am 11. August 1947 in Frankfurt a.M. (St. Georgen) statt. Entscheidend für die weitere Entwicklung der neugegründeten Arbeitsgemeinschaft war die Tatsache, dass auch die Ordensbibliotheken für eine Mitarbeit gewonnen werden konnten, die bereits in den Jahren 1937-1941 die „Buchhilfe Deutscher Ordensbibliotheken“ (BOB) betrieben hatten und diese Institution nach dem Krieg wiederbeleben wollten.

Bereits im Vorfeld der Gründung der AKThB entschied sich die Konferenz der Ordensoberen für eine eingleisige Organisation des deutschen katholischen Bibliothekswesens in der AKThB.

Im Jahre 1970 hat die Deutsche Bischofskonferenz die AKThB als die für ihren Zuständigkeitsbereich kompetente Stelle in Fragen des wissenschaftlichen Bibliothekswesens der katholischen Kirche anerkannt.


Die Mitgliedszahlen

Zwischen 1952 und 1999 stieg die Zahl der Mitglieder von 39 auf 156. In den letzten Jahren ging sie hauptsächlich durch Bibliotheksschließungen auf 131 Einrichtungen zurück.

 

Die Kommissionen

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Altbestandskommission

Da insbesondere die Altbestände in den kirchlichen Bibliotheken einen besonderen Wert darstellen, wurde 1995 eine Altbestandskommission von den kirchlichen Bibliotheksverbänden AKThB und VkwB gebildet, die sich der Erfassung und Erschließung von Handschriften- und Inkunabelbeständen sowie der Hilfestellung im Umgang mit alten Büchern für die Mitgliedbibliotheken zur Aufgabe gemacht hat.

 

EDV-Kommission

Auf der 1988 in der Diözesan- und Dombibliothek Köln abgehaltenen Jahrestagung wurde erstmals über den Computereinsatz in kirchlichen Bibliotheken gesprochen und in diesem Zusammenhang die Gründung einer EDV-Kommission beschlossen. Sie arbeitet mit der Kommission des evangelischen Verbandes kirchlich-wissenschaftlicher Bibliotheken (VkwB)eng zusammen. 1994 wurde der Virtuelle Katalog Theologie und Kirche (VThK) von der EDV-Kommission ins Leben gerufen. Er weist die ca. acht Millionen Medien der Mitgliedsbibliotheken der AKThB und des VkwB nach und ist das Nachweisinstrument des innerkirchlichen Leihverkehrs.

 

Arbeitskreis der kirchlichen Hochschulbibliotheken (AKKH)

Im Jahr 2000 wurde der Arbeitskreis der kirchlichen Hochschulbibliotheken ins Leben gerufen, um für den ständigen Erfahrungsaustausch unter allen Beteiligten zu sorgen, die Aktivitäten zwischen den Hochschulbibliotheken abzustimmen sowie Kontakt zu den wissenschaftlichen Einrichtungen, den Forschungseinrichtungen und Kulturstätten in und außerhalb sowohl der Kirchen als auch des Bibliothekswesens zu pflegen und die Interessen der Hochschulbibliotheken in kirchlicher Trägerschaft des deutschen Sprachraumes im kirchlichen, politischen und kulturellen Raum wahrzunehmen.

 

Die Landesgruppen

Mitte der 90er Jahre schließen sich katholisch-theologische Bibliotheken einzelner Bundesländer zusammen, um auf Länderebene die Interessen im kirchlichen, politischen und kulturellen Raum wahrzunehmen und zu vertreten.

Folgende Landesgruppen gibt es:

  • Landesgruppe Baden-Württemberg
  • Landesgruppe Bayern
  • Landesgruppe Nordrhein-Westfalen
  • Erweiterte Landesgruppe Rheinland-Pfalz
  • Landesgruppe Österreich/Schweiz/Südtirol

Ämterbesetzung in der AKThB

1947-1952: P. Dr. Leo Ueding SJ
1952-1963: P. Dr. Dionys Schötz OFM
1963-1968: Alfons Kloos
1968-1978: Hans-Christian Klose
1978-1983: Dr. Franz Rudolf Reichert
1983-1987: P. Heribald Wenke OFM
1987-1995: Hermann-Josef Schmalor
1995-1997: Dr. Matthias Buschkühl
1997-2011: Jochen Bepler
2011- 2022: Georg Ott-Stelzner
2022 - : Prof. Dr. Hans-Walter Stork

1950-1952: Hermann Ries
1952-1963: Prof. Dr. Klemens Honselmann
1963-1968: P. Marcellinus Grünewald OSB
1968-1973: Alfons Kloos
1973-1976: P. Marcellinus Grünewald OSB
1976-1981: P. Hans Pfeilstetter CSSR
1981-1983: P. Bonifaz Schmalzl OSB
1983-1987: Dr. Sigmund Benker
1987-1995: Prof. P. Dr. Paul Eisenkopf SAC
1995-2000: Br. Ulrich Schrömges OSB
2000-2011: P. Dominikus Göcking OFM
2011-: P. Oliver Kaftan OSB

1952-1958: Prof. Dr. Klemens Honselmann
1958-1963: P. Dr. Dionys Schötz OFM
1963-1979: Wilhelm Schönartz
1979-1983: P. Dr. Albert Altenähr OSB
1983 P. Heribald Wenke OFM
1983-1988: Dr. Franz Rudolf Reichert
1988-1999: Dr. Michael Embach
1999-2011: Georg Ott-Stelzner
2011-2015: Jochen Bepler
2015-2016: Dr. Stephanie Hartmann
2016-: Dr. Hans-Walter Stork

bis 1978: Prof. Dr. Klemens Honselmann
1978-1995: P. Otho Gimmnich OFM
1995-2011: Hermann-Josef Schmalor
2011-2013: Dr. Philipp Gahn
2013-2014: Dr. Philipp Gahn (kommissarisch)
2014-2022: Margarete Roßmann
2022-: Martina Pauly

1961-1983: Alfons Kloos
1961-1978: Wilhelm Schönartz
1979-1991: Dr. Juan-Antonio Cervelló-Margalef
1983-1987: Prof. P. Dr. Paul Eisenkopf SAC
1987-1993: Kalman Sipöcz
1991-1999: Prof. P. Dr. Paul Eisenkopf SAC
1988-1999: Dr. Michael Embach
1993-: Hermann-Josef Schmalor
1999-2003: Dr. Walter Kaliner
2003-?: Prof. Dr. Heinz Finger
?–2016: Prof. Dr. Hermann-Josef Schmalor
2016-: Markus Stark

1964-1972: P. Dr. Dionys Schötz OFM
1978-1992: Alfons Kloos
2007-2018: Dr. Siegmund Benker
2016: Prof. Dr. Hermann-Josef Schmalor
2022: Siegfried Schmidt
2022: Franz Wenhardt